Technische Bilder

Sternabbilder


Abbildung 1: Ecken der Aufnahme des Omega Nebels.


Die Sternabbilder in den Ecken der Aufnahme sind nahezu punktsymmetrisch. In der rechten oberen Ecke sieht man noch kleine Deformationen, welche vom Spektraltyp abhängen und nur durch die Verwendung der Risley-Prismen reduziert, aber nicht vollständig korrigiert werden können. Das unterschiedlich zusammengesetzte Licht, mal ist der rote, mal ist der blaue Anteil höher, bewirkt, dass das durch die Dispersion hervorgerufene Spektrum unterschiedlich lang ist.

NGC 2683 – der Beginn unserer Arbeit rund um die Refraktion und der Ausrichtung der Stundenachse


Abbildung 2: NGC 2683, Belichtungszeit 70 Minuten, d= 33.4o, lokaler Stundenwinkel bei Beginn t= 3h10m.


Die Sternspuren auf der Abbildung des NGC2683 sind in der Länge und der Richtung ziemlich Unterschiedlich. In der Mitte oben und in der rechten oberen Ecke sind die Sternspuren noch akzeptabel, in den übrigen Gebieten sind sie zu lang.

Korrektur der Dispersion auf einer RGB–Aufnahme


Abbildung 3: Fomalhaut 10.6o über dem Horizont. Links oben Abbild mit einer Webcam und im Uhrzeigersinn die Farbauszüge rot, blau und grün.


Durch die Dispersion wird das Licht der Sterne in seine spektralen Bestandteile aufgespalten. In der Nähe des Horizonts ist diese Aufspaltung am grössten und lässt sich gut visuell auch bei moderaten Vergrösserungen beobachten. Macht man mit einer Webcam oder RGB CCD–Kamera eine Aufnahme, dann kann man die Dispersion durch Verschieben der einzelnen Farbauszüge teilweise kompensieren.


Abbildung 4 Gleich wie Abb. 3 (links) und gegeneinander verschobenen Farbauszüge (rechts). Das resultierende Sternabbild hat die Grösse des blauen Auszugs. Reste des roten bzw. infraroten Lichts, welche den Blaufilter passierten, können so nicht elliminiert werden.


Das Resultat ist nicht überwältigend da Fomalhaut in dieser Demonstration nur gerade 10.6o über dem Horizont stand. Für kleinere Zenitdistanzen gelingt die Korrektur wesentlich besser.


Abbildung 5: Mars am 28. August 2003 um 00:10 UTC. Einzelne Aufnahme roh (links), mit korrigierter Dispersion, mit angepasstem Helligkeitsumfang und unscharf maskiert (rechts).


Der Mars Stand bei der diesjährigen Opposition im Meridian nur ca. 27o über dem Horizont. Deswegen blieben zwei Säume sichtbar, einer am oberen (bläulich) und am unteren Rand (gelblich). Am nördlichen Rand der Eiskappe konnte man ebenfalls einen etwas feineren bläulichen Saum ausmachen. Wie vorher kann man diese Dispersion etwas korrigieren, indem man die Farbauszüge gegeneinander verschiebt. Entweder man macht das von Hand oder man bestimmt die Richtung zum Zenit, das ist der parallaktische Winkel. Aus der Zenitdistanz berechnet man die Dispersion und verschiebt die Farbauszüge um die entsprechende Anzahl Pixel. So entstanden die Aufnahme des Saturns.


Abbildung 6: Saturrn bei der Zenitdistanz von 46o, kein Ort, wo man hochaufgelöste Abbilder erwartet. Links ist die Dispersion an den Kanten der Ringe und am Planeten selber zu erkennen. Die schräg von oben nach rechts unten verlaufende Gerade zeigt auf den Zenit.


Im der Abb. 6 rechts sind die Farbauszüge in dieser Richtung verschoben und die Beträge erkennt man an der zur ersten senkrecht verlaufenden Geraden. Das Ergebnis ist doch noch ganz passabel.


Abbildung 7: Wie Abb. 6, aber 5 einzelne Bilder überlagert. Mit etwas gutem Willen kann man die Trennung der Ringe erkennen.



Kommentare, Fragen, Korrekturen: markus.wildi@one-arcsec.org

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